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Die Brezenwochen

Alljährlich nach dem  6. Januar laden bis zu sechs Gastwirtschaften zu den traditionellen Brezenwochen.

Brezenwoche

Ursprünglich beruht der Brauch der „Fastenbrezen“ auf einem altdeutschen, religiösen Kult. Zur Zeit der Wintersonnenwende wurde einstens ein eigenes rundes Gebäck gegessen, das die fruchtbringende Sonne symbolisierte. Auch nach Einführung des Christentums wurde dieser Brauch fortgeführt. Die Brotlaibe hießen dann „Fastenprezen“ und wurden zwischen dem „Großen Neujahr“ - das ist der Dreikönigstag und dem Beginn der Fastenzeit in den Bäckereiwirtschaften hergestellt und in geselliger Runde verzehrt.

Die Tradition der Brezenwochen führen heute noch einige Gastwirtschaften weiter. Allerdings sind die heuten Brezen keine runden Laibe mehr und haben nichts mehr mit der Fastenzeit zu tun. Wie früher wird auch heute noch ausgelost, welcher Gastwirt wann seine Brezenwoche halten kann. Dies tut er dann mit dem Aushang einer Riesenbrezen im Fenster auch nach außen kund.

In dieser Woche (jeweils von Sonntag bis Samstag) gibt es eine ganz spezielle Speisekarte mit urfränkischen Gerichten. So finden sich hier z.B. Schlachtplatten, Krenfleisch mit Klößen, Haxen, „saure Zipfel“ (das sind in einem Essigsud gegarte Bratwürste) oder „Siedwerscht“ (Blut- und Leberwurst). Wer es weniger deftig mag, kann auch aus der „normalen“ Speisekarte wählen. Mittlerweile stehen auch internationale Gerichte auf dem Speiseplan. Das Warten auf das bestellte Essen verkürzt man sich mit dem Probieren der auf den Tischen bereit stehenden Brezen mit Schmalz.

Heute wie damals gehört es zu den Ehrenpflichten der Bürger, dem jeweiligen Brezenwirt einen Besuch abzustatten und natürlich sind auch “Fremdlinge“ hier gern gesehen.

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